Wenn im Familien- oder Freundeskreis ein Sterbefall eintritt, dann ist das meist ein Ereignis, das nicht in Ruhe vorbereitet wurde, sondern das von jetzt auf gleich gestaltet und bewältigt werden muss.
Es gilt eine Vielzahl von Fragen zu entscheiden, wie zum Beispiel Erdbestattung oder Feuerbestattung, welcher Friedhof, wer ist zu benachrichtigen, usw. Sehr oft ist man froh, dass alles ungefähr geklappt hat. Dafür sorgte auch der Bestatter, wobei der sich oft gut dafür bezahlen lässt.
Es lohnt sich durchaus von den verschiedenen vor Ort ansässigen Bestattern Angebote einzuholen, in denen genau die Kosten und die Leistungen aufgeschlüsselt sind. Wissen muss man dabei, dass ein nicht unerheblicher Teil der Kosten nicht vom Bestatter abhängig ist, wie zum Beispiel Friedhofsgebühren und Grabkosten.
Der Empfehlung eines Bekannten oder der Heimleitung blind zu folgen, kann mitunter sehr teuer werden. Auch das große präsentative Bestattungsunternehmen, das schon 50 Jahre vor Ort ist, sollte nur dann genommen werden, wenn es schon im Vorfeld ein genaues Angebot per Fax oder Email macht.
Sehr oft sind kleinere Bestattungsunternehmen, die einen schlanken Betriebsapparat haben, nicht nur kostengünstiger, sondern auch persönlicher, da der Chef oder die Inhaberin selber noch den Verstorbenen überführt und einsargt.
Auch bei der Einsargung, bzw. Einbettung der Verstorbenen gibt es große Unterschiede. Denn einen Verstorbenen in einen teuren Sarg zu legen, allenfalls noch die Haare zu kämmen und dann eine nicht weniger teure Decke über den Sarg zu legen, reicht nicht aus. Gerade wenn eine Aufbahrung sein soll und die Angehörigen noch länger am Sarg verweilen wollen, ist eine hygienische Versorgung des Verstorbenen unerlässlich.
Was ist damit gemeint?
Wenn ein Mensch stirbt erschlaffen nicht nur die Muskeln der Gliedmaßen, sondern auch die Schließmuskeln des Verdauungsapparates. Der Verstorbenen beginnt daher sehr rasch aus Mund, Nase und After unangenehm zu riechen. Des weiteren gärt es im Inneren und das kann dann aus Mund und Nase heraustreten. Um das zu verhindern muss der Bestatter Mund und Nase, sowie den Genitalbereich säubern und dann die Öffnungen mit Watte sachgerecht verschließen. Das Austreten von Gasen und Flüssigkeiten, was sehr hässlich sein kann, wird dadurch in einem üblichen Zeitraum bis zur Bestattung verhindert.
Nicht immer kann der Bestatter bei der Bestattung selber dabei sein. Aber es ist ein Zeichen von persönlicher Anteilnahme, wenn der Bestatter dieses als eine Selbstverständlichkeit betrachtet und nach Möglichkeit auch tut.
Wer sich ein paar Stunden Zeit nimmt, die gelben Seiten aufschlägt, sei es im Internet oder das gute alte Telefonbuch und 4-5 kurze Anrufe tätigt findet in der Regel einen Bestatter der günstig ist und dennoch gute Arbeit leistet.